Christus als Diener repräsentieren

18. Juni 2019
 

Weihbischof Rolf Steinhäuser weiht drei neue Diakone aus dem Redemptoris Mater Köln.

„Das sorgsam inszenierte Bild trügt.“ – So überraschend begann der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser seine Predigt bei der eindrucksvoll gestalteten Feier der Diakonenweihe am 16. Juni in der geschichtsträchtigen St.-Suitbertus-Basilika in Düsseldorf-Kaiserswerth. Der Bischof bezog sich dabei auf die ungewöhnlich stark gefüllte Kirche – eine überwältigende Präsenz von zahlreichen Gläubigen aller Altersstufen sowie Priestern und Seminaristen. Das sei nicht der Standard in den deutschen Kirchen, sondern eine Ausnahme, betonte der Prediger. Die Wirklichkeit der durch Krisen geplagten Kirche sehe anders aus. Tatsächlich versammelten sich zur Feier der Diakonenweihe der fünf Kandidaten des Erzbistums Köln viele Familien von nah und fern, was nicht zuletzt der Herkunft der Diakonanden von Redemptoris Mater zu verdanken war. Es waren: Paolo Radi aus Rom, der aber als Mitglied einer Familie in Mission in Hamburg aufgewachsen ist, Benedikt Kellermann und Matthias Stahl, beide aus München. Sie alle entstammen kinderreichen Familien, die durch den Neokatechumenalen Weg ihre innige Verbindung mit der katholischen Kirche gefunden haben, wodurch die priesterliche Berufung dieser Kandidaten gedeihen konnte.

Bischof Steinhäuser betonte in seiner persönlich und bodenständig gehaltenen Predigt, dass er als Repräsentant der Kirche, in deren Dienst die Kandidaten nun eingeweiht werden sollten, ihnen keineswegs die lückenlose Zustimmung des Kirchenvolkes garantieren könne – im Gegenteil viele würden den Geweihten mit einer Mischung aus Mitleid und Aggression begegnen –, auch würden sie sicherlich auf Unverständnis bzgl. ihrer Lebensweise stoßen. Sie würden aber zu einem Dienst bestellt, in dem es um Christus-Repräsentanz gehe. Insofern unterscheide sich der diakonale Dienst, in dem man für Christus, dem Diener der Menschen, stehen solle, vom Job eines sozialen Mitarbeiters, der dieser sakramentalen Zeichenhaftigkeit entbehre. Diese christologische Zuspitzung spiegelte sich u. a. vor der Weihe in den Äußerungen der Kandidaten wider, mit denen sie vor dem Bischof ihre Motivation für den priesterlichen Dienst bekundeten und die er in seiner Predigt anonym zitierte.

Die Neugeweihten kehren nun zu ihren Praktikumsgemeinden zurück: Paolo – zum Gemeindeverband Kreuz Köln Nord, Benedikt – zum Seelsorgebereich Sülz/Klettenberg (Köln) und Matthias – nach St. Laurentius Bergisch-Gladbach. Dort werden sie ihr Diakonatsjahr verbringen, bevor sie voraussichtlich am 19. Juni 2020 zu Priestern geweiht werden.

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