Spirituelle Formung

Grundlage der spirituellen Formung ist die aktive und dauerhafte Teilnahme am Neokatechumenalen Weg: Sich auf einen Weg der Glaubensvertiefung und Wiederentdeckung der eigenen Taufe einzulassen. Alle Seminaristen sind gehalten, die neokatechumenale Glaubensformung in einer Gemeinde für sich zu realisieren. Eine weitere Voraussetzung zur Aufnahme in ein Priesterseminar Redemptoris Mater ist die Bereitschaft, sich später für die Seelsorge sowohl in der jeweiligen Diözese als auch in jeder Teilkirche der Welt einsetzen zu lassen, um der Neu-Evangelisierung zu dienen.

 

Elemente spiritueller Praxis sind: die tägliche Feier der Eucharistie, das gemeinschaftliche und individuelle Stundengebet, die wöchentliche, existenziell ausgerichtete Schriftmeditation als „scrutatio scripturae“, das Rosenkranzgebet, die eucharistische Anbetung, die geistlichen Exerzitien mit der eigenen neokatechumenalen Gemeinschaft sowie eine regelmäßige Beichtpraxis. Zudem erfährt der Seminarist die persönliche geistliche Begleitung des Spirituals. So werden die Kandidaten sensibilisiert, die eigene Verbundenheit mit Gott ständig zu pflegen. Denn das ist ihre Kraftquelle. Sie befähigt den Einzelnen, in seinem zukünftigen priesterlichen Dienst den pastoralen Herausforderungen zu entsprechen.

 

Gleichzeitig zählt es zur spirituellen Dimension, die Kirche als Raum und Rahmen zur Entfaltung des eigenen Glaubens zu erfahren und als Zuhause zu erleben. In ihr begegnen wir Christus als dem Retter, in welchem Land auch immer wir sein mögen. Die kirchliche Bindung geht also über die Beziehung mit der vertrauten Gemeinde hinaus. Zuhause ist weltweit, denn Kirche ist weltweit. Deshalb geben auch auswärtige Missionspraktika den Seminaristen Einblicke in die Vielfalt und die Bandbreite eben dieses kirchlichen Lebens.

Priesterseminar Redemptoris Mater Köln

Erzbischöfliches Missionarisches Priesterseminar Redemptoris Mater Köln
Kapellenstr. 44
53115 Bonn