Gerechtigkeit in der Einen Welt

Bildung zur Gerechtigkeit in der Einen Welt

Die politische Bildungsarbeit im Erzbistum Köln hat einen Schwerpunkt beim Thema der Gerechtigkeit in der Einen Welt. Die Einrichtungen der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Köln begleiten und unterstützen hierdurch insbesondere auch die Arbeit von Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Initiativen an der Seite der Armen und an den Rand Gedrängten. Ein kontinuierlicher Schwerpunkt sind dabei Veranstaltungen zur Kampagne des bischöflichen Hilfswerks Misereor; ein aktuelles Schwerpunkt ist die Diskussion um eine gesetzliche Regelung zur Beachtung der Menschenrechte im kompletten Prozess der Herstellung und des Vertriebs von Produkten.

Schutz der Menschenrechte in Produktionsprozessen

Fundamental für die Wahrung der Gerechtigkeit ist die Anerkennung der Menschenrechte. Das muss in einer globalisierten Wirtschaft auch in allen Produktions-, Liefer- und Vertriebsprozessen gelten. Immer wieder ist aber zu beobachten, dass das nicht immer der Fall ist. Daher hat sich eine breite gesellschaftliche Initiative gebildet, die sich für eine gesetzliche Regelung des Schutzes der Menschenrechte in den Produktions-, Liefer- und Vertriebsprozessen einsetzt, für ein Lieferkettengesetz

SÜDWIND, Brot für die Welt und Misereor haben für Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen eine Roll-up-Ausstellung unter dem Titel „Schafft Recht und Gerechtigkeit“ erarbeitet. Mit Hilfe dieser Ausstellung können sich Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren. Die Ausstellung gibt Einblicke in Menschenrechtsverstöße und Umweltschäden in den Lieferketten unserer Alltagsprodukte, zeigt Veränderungsmöglichkeiten durch ein Lieferkettengesetz auf und weist auf die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz hin. 

Informationen zur Logistik: Die Roll-Ups sind jeweils 1,90 m hoch und 80 cm breit und bestehen aus einem leichten Holzgestell und einem magnetisch anzubringenden Informationsbanner. Sie sind in leichten Stofftaschen verpackt und können gemeinsam in einem kompakten Karton (114x30x15cm, etwa 16 kg) transportiert werden. Die Ausstellung eignet sich nur für den Innenbereich. Die Ausstellung ist auch in Plakatform zum Bestellen oder Selbstausdruck verfügbar. Weitere Informationen finden sich hier

Eine Ausleihe der Ausstellung ist möglich über Frau Bernadette Pieper-Rademacher, Referat Erwachsensen- und Familienbildung im Generalvikariat des Erzbistums Köln, Tel. 0221 1642 1219, E-Mail-Kontakt. Ansprechpartner für inhaltlich-konzeptionelle Fragen ist Volker Hohengarten, Tel. 0221 1642 1448, E-Mail-Kontakt.

"Gib Frieden!" - Veranstaltungen zur Misereor-Aktion 2020

Claudette Azar, Jesuit Refugee Service Syrien

Der seit mehr als acht Jahren andauernde gewaltsame Konflikt in Syrien hat 500.000 Menschen das Leben gekostet. Auf der Suche nach Sicherheit und Zuflucht haben mehr als sechs Millionen Syrer/innen ihr Land verlassen, weitere sechs Millionen Syrer/innen sind innerhalb ihres Land geflohen. In Syrien sind zwölf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Claudette Azar vom Jesuit Refugee Service (JRS) Syrien („Flüchtlingsdienst der Jesuiten“) berichtet auf einer Vortragsreise im Erzbistum Köln vom 15. bis 19. März 2020 aus erster Hand über die Situation in ihrem Land. Sie stellt dar, wie der Jesuit Refugee Service im Umfeld fortwährender Gewalt und Unsicherheit Menschen hilft, wieder Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen. Sie erläutert, wie Bildung und psychosoziale Hilfe in der Arbeit des Jesuit Refugee Service so ineinandergreifen, dass sie Grundsteine für ein mögliches friedliches Zusammenleben in der Zukunft legen.

Die Vortragsreise findet im Rahmen der Kampagne „Gib Frieden!“ des kirchlichen Eine-Welt-Hilfswerks Misereor statt. Der JRS Syrien ist eine Partnerorganisation von Misereor. Veranstaltungen an Schulen und öffentliche Veranstaltungen sind geplant in Köln, Remscheid, Gummersbach, Siegburg, Erftstadt und Leverkusen.