Mit Alice auf ins Wunderland

Mit Alice auf ins Wunderland

„Jedes Mal geht mit dem Vorhang auch mein Herz auf

200 Zuschauer waren von der Inszenierung der Angelaner begeistert

Ein anerkennendes Raunen ging durch die Zuschauerreihen im St.-Angela-Gymnasium, als sich am Freitagabend der Vorhang für das neue Stück der Theater-AG öffnete. Auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern hatten vier Oberstufenschülerinnen eine fantasievolle Kulisse gezaubert, die die fast 200 Gäste in Begeisterung versetzte, noch bevor der erste Akteur die Bühne betreten hatte.

„Jedes Mal geht mit dem Vorhang auch mein Herz auf“, schwärmte die Leiterin der Theater-AG, Claudia Backes, mit Blick auf das Wunderland, durch das die für das Stück namensgebende Alice (gespielt von Jamie Weyers, junge Alice, und Hannah Lessenich, ältere Alice) in den nächsten beiden Stunden wandern sollte.

Ergebnis war die Anstrengung absolut wert.

Doch nicht nur das Bühnenbild, sondern auch die Leistung der 35 beteiligten Hobbyschauspieler sorgte für ausgelassene Stimmung bei Lehrern und Besuchern. Drei Stunden lang hatten die Schüler vor Beginn der Aufführung in der Maske verbracht, um den skurrilen Bewohnern des Königreiches der Herzkönigin und des Herzkönigs Leben einzuhauchen.

Von der vorlauten Raupe mit Wasserpfeife über das flinke Kaninchen, das Alice in seinen ungewöhnlich geräumigen Bau lockte, bis hin zu dem durchgeknallten Duo Dideldum und Dideldei eroberten alle Charaktere innerhalb weniger Minuten die Herzen der Zuschauer.

„Seit Beginn der Sommerferien haben die Schüler jede Woche geprobt und ihre Freizeit zwischen Schule und Hausaufgaben für dieses Projekt geopfert“, berichtete Backes. Doch das Ergebnis war diese Anstrengung absolut wert.

Zum 425-jährigen Bestehen des St.-Angela-Gymnasiums

Zum 425-jährigen Bestehen des St.-Angela-Gymnasiums hatten sich die Verantwortlichen viel vorgenommen, denn nie zuvor in der Schulgeschichte standen mehr Schauspieler zeitgleich bei einem Theaterstück auf der Bühne. Erstmalig waren Schüler aller Jahrgangsstufen beteiligt, und alle brannten mit Feuereifer für dieses Projekt.

Redselige Blumen, die um die Aufmerksamkeit der Schmetterlinge stritten, ein verrückter Hutmacher und eine rachsüchtige Herzkönigin verwandelten das Wunderland in einen lebendigen Ort, der die Zuschauer von der ersten Minute an in seinen Bann zog.

Wie ein eingespieltes Profi-Ensemble bereiteten die Angelaner ihren Gästen einen fantasievollen und mitreißenden Märchenabend.

Cedric Arndt (im Kölner Stadt-Anzeiger Montag, 28. Januar 2019, S. 34 Euskirchener Land)