Erzbistum Köln - Armenischer Bischof für Deutschland - Kardinal Woelki

27. Mai 2019 Newsdesk
Kardinal Woelki mit dem neuen armenischen Primas Bischof Isakhanyan und Weihbischof Steinhäuser

Köln. Heute empfing Kardinal Woelki den neuen Leiter der Diözese der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, Archimandrit Serovpe Isakhanyan (55), im Erzbischöflichen Haus. Der neue Bischof wurde am 12. Mai vom Obersten Katholikos aller Armenier, Karekin II., in Etschmiadzin in Armenien zum Bischof geweiht. Seine Amtseinführung fand am 24. Mai in der Diözesankirche Sankt Sahak-Sankt Mesrop in Köln statt.

Isakhanyans Vorgänger, Erzbischof Karekin Bekdjian, hatte nach Vollendung seines 75. Lebensjahrs Ende 2017 seinen Rücktritt erklärt. Isakhanyan stammt aus der Region Periya im Iran, 1968 zog seine Familie nach Armenien um. Er studierte an der Gevorgyan Theologischen Akademie in Etschmiadzin und wurde 1987 zum Priester geweiht. 1989 erhielt er den kirchlichen Titel «Vartabed» (Doktor der Theologie).

Nach verschiedenen Stationen in der Seelsorge in Armenien und Usbekistan wurde er 1995 nach Deutschland entsandt, wo er in Köln, Berlin, Bremen, Hamburg, Halle, Braunschweig, Hanau, Mainz, Gießen und Frankfurt als Gemeindepfarrer tätig war. Von 2010 bis 2017 war Isakhanyan zugleich Generalvikar der 1991 gegründeten Diözese.

Die 15 Gemeinden der Diözese werden von fünf Priestern betreut. Sie verfügt allerdings nur über drei eigene Kirchengebäude in Köln, Göppingen und Halle. Die übrigen armenischen Kirchengemeinden genießen Gastrecht in einer örtlichen evangelischen oder katholischen Kirche für ihre Gottesdienste.

Isakhanyan will sich nach Angaben des Bistums für eine lebendige armenische Gemeinschaft in Deutschland einsetzen. Sein Herz schlage auch «für eine lebendige Ökumene».