Gotteslob - Nr. 537 | Gotteslob - Ideen für Familien | Erzbistum Köln

Nr. 537 - Ave Maria gratia plena

Gespraech  Thema

 

Gott kann auch mit „einfachen“ Menschen etwas Großes anfangen!

Das Lied erzählt die Verkündigungsgeschichte.

Geschichten_Erzaehlungen  Geschichte

 

Einige Jugendliche aus Nazaret berichten uns…

 

1. Leser(in)


Wer hätte das gedacht? Wer hätte gedacht, dass Mirjams Leben so ungewöhnlich verlaufen würde? Ich jedenfalls nicht. Dabei kannte ich Mirjam, seit wir beide klein waren. Unsere Familien waren Nachbarn.

Sie war auf den ersten Blick wirklich kein außergewöhnliches Mädchen. Nicht einmal ihr Name war etwas Besonderes: „Mirjam“ - so hießen viele jüdische Mädchen bei uns. Bei euch nannte man sie später „Maria“, aber das konnten wir noch nicht ahnen.

 

2.  Leserin (!)

 

Es stimmt, ihr Name war nicht außergewöhnlich. Und auch ihr Leben war nicht außergewöhnlich. Es war ein Alltag, wie wir anderen Mädchen ihn auch hatten: Wir lernten Backen, Nähen, Kochen und Waschen, um unseren Müttern zu helfen. Und wir lernten das alles, um gute und fleißige Ehefrauen zu werden. So war es auch für Mirjam. Denn obwohl sie noch lange nicht zwanzig Jahre alt war, sollte sie bald heiraten. Ihr wundert euch? Naja, so war das damals eben bei uns. Mirjam war bereits verlobt mit einem Mann namens Josef.

 

3. Leser(in)

 

Ich kannte ihren Verlobten und kann euch sagen: Dieser Josef war auch kein ungewöhnlicher Mann. Er war ein Handwerker, genauer gesagt: ein Zimmermann. Er arbeitete also mit Holz.

Übrigens wohnten wir in Nazaret. Auch diese Stadt war nichts Besonderes. Sie war eigentlich mehr ein Dorf.

 

4. Leserin (!)

 

Als wir noch Kinder waren, spielte Mirjam mit mir und den anderen in den Gassen. Als wir älter wurden, trafen wir jungen Mädchen uns am Dorfbrunnen, wenn wir Wasser holten. Oder wir verabredeten uns im Schatten der Bäume, um zu reden.

Und dort erzählte Mirjam mir eines Tages auch von einem besonderen Erlebnis. Ich konnte es kaum glauben. Hört selber!

 

Bibelgeschichte  Bibelgeschichte

 

(Lukas 1, 26-38) und / oder das Lied

 

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret

zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.

Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.

Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.

Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

 

Dieses Evangelium in leichter Sprache finden Sie hier.

Gespraech  Impuls

 

Gott braucht Maria, ein einfaches Mädchen aus Nazaret, damit sein Sohn Mensch werden kann.

Er braucht auch uns, selbst wenn wir uns ganz klein fühlen.

Wo kann Gott mich brauchen...

In dieser Woche?

In der Schule?

Bei der Arbeit?

In der Familie?

Bibelbild

 

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Petra Klippel