Hilde Breuer

Hilde Breuer

Frauen feiern nicht nur aktiv den Gottesdienst, sondern sie engagieren sich in vielen Bereichen kirchlichen Lebens. Lesen Sie hier, was Hilde Breuer ehrenamtlich leistet und was sie bewegt…

Mein Name ist Hilde Breuer. Bis 2002 war ich im Schuldienst tätig. Als ich mit 63 Jahren aus dem Berufsleben ausschied, wollte ich nicht schon die Hände in den Schoß legen, sondern meine berufliche Erfahrung zum Wohle alter und kranker Menschen einsetzen.

 

Pfarrer Heidkamp, Seelsorger im Krankenhaus Porz, nahm mich in den Kreis der Kommunionspenderinnen auf, die sonntags die heilige Kommunion zu den Kranken bringen.


Nach einigen Hospitationen und hilfreichen Tipps von Pfarrer Heidkamp freute ich mich auf meinen Dienst. Ich stellte mir Gebete und Betrachtungen zusammen, die Kranke in ihrer Not ansprechen, die aber auch Zuversicht in die Nähe Gottes vermitteln. Regelmäßig nach der Begrüßung wechsle ich ein paar persönliche Worte mit den Kranken, um eine freundliche, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Wenn ich etwas über die Schwere der Erkrankung erfahre, kann ich umso besser Art und Länge der Texte auswählen oder frei formulieren.


Während des Gesprächs breite ich auf der Anrichte ein weißes Tuch aus und stelle ein Kreuz, die Pyxis (liturgisches Gefäß für die Kommunion), sowie eine brennende Kerze darauf – für Kranke eine erhebende Zeremonie. Wenn ich spüre, dass ich den Kranken einfühlsam und verständnisvoll begegnet bin und sie mir nach dem Segensgebet ein Lächeln schenken, bin ich tief bewegt.

 

Manche Begegnungen gehen mir noch eine Weile nach. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich den Kranken göttliche Nahrung und menschlichen Trost bringen darf.

 

 

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