Scholl

Ute Scholl

Frauen feiern nicht nur aktiv den Gottesdienst, sondern sie engagieren sich in vielen Bereichen kirchlichen Lebens. Lesen Sie hier, was Ute Scholl ehrenamtlich leistet und was sie bewegt…

Seit vielen Jahren bin ich ehrenamtlich tätig. Nachdem die erste Familienphase vorüber war, habe ich mich entschieden statt einen Beruf als ausgebildete Volljuristin auszuüben, in die Ehrenamtlichkeit zu gehen. Dies gewährte mir mehr Freiheiten, um im Bedarfsfalle für die Familie da zu sein. Meine Tätigkeiten deckten fast das gesamte Spektrum der kirchlichen Möglichkeiten ab. Angefangen mit Elternrat und Familienmesskreis kam ich in den Pfarrgemeinderat, dem ich 8 Jahre angehörte, davon 5 Jahre als Vorsitzende. In dieser Zeit war ich auch Taufkatechetin, in der Pfarrbriefredaktion, im Ökumeneausschuss und Liturgieausschuss.


Bis heute bin ich noch Lektorin, Kommunionhelferin, im Pfarrbesuchsdienst und bereite mehrmals im Jahr die Taizégebete in Bonn vor. Vor 20 Jahren bin ich in die kfd eingetreten und war für viele Jahre stellvertretende Dekanatssprecherin und Regionalleiterin. Heute bin ich „nur“ noch kfd-Mitarbeiterin und als solche zuständig für die örtliche Weltgebetstagsarbeit. Nachdem ich 1992 das erste Mal einen WGT-Gottesdienst besuchte, war ich fasziniert von dem bunten, lebendigen Gottesdienst. Und als vor 10 Jahren in unserer Pfarrei Frauen gesucht wurden für die Vorbereitung des WGT, war ich sofort dabei. Ich habe mir noch 4 Mitstreiterinnen gesucht und seit dem bilden wir ein sehr kreatives Team, das sich voller Begeisterung diesem Tag widmet.


Motivation sind dabei vor allem 3 Aspekte:

  1. Immer wieder lerne ich neue Länder kennen und erfahre etwas über das Leben und die spezielle Situation der Frauen in dem jeweiligen Land.
  2. Der ökumenische Gedanke ist mir sehr wichtig. Gerade beim WGT zeigt sich, dass die Basis hier schon viel weiter ist als die offizielle Amtskirche.
  3. Nicht zuletzt motiviert mich auch die Gestaltungsfreiheit des WGT-Gottesdienstes allein durch Frauen. Hier kann ich meine Talente und Charismen sehr vielfältig einbringen. Und die Weltgebetstagsordnungen der jeweiligen Länder geben mir dazu auch immer wieder neue Anregungen.


Die Vorbereitung für den Gottesdienst nimmt einige Zeit in Anspruch. So besuche ich vor jedem WGT entweder eine mehrtägige Werkstatt oder ein Tagesseminar, wo ich ausführlich über das Land informiert werde, die Gottesdienstordnung erläutert wird und wertvolle Anregungen für die Gestaltung des Gottesdienstes gegeben werden. In unserer Vorbereitungsgruppe treffen wir uns dann mindestens an drei Abenden, um den Ablauf des Gottesdienstes, die Dekoration und die Bibelauslegung zu planen. Zu dem letzten Vorbereitungsabend laden wir dann auch Vertreterinnen unserer evangelischen Schwestergemeinde ein, um sie schon einmal vorab zu informieren und um Aufgaben und Texte für den eigentlichen Gottesdienst zu verteilen.

 

Außerdem gibt es an diesem Abend meistens landestypische Kleinigkeiten zum Essen und Trinken. So kann sich jede mit Leib und Seele auf das jeweilige Land einstellen. Mit einer kleinen Musikgruppe werden dann auch noch die Lieder eingeübt. Dann kann der Feier des Weltgebetstags der Frauen nichts mehr im Weg stehen.

 

 

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